The world in my eyes …

BAP – Ne schöne Jrooss 1981

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Lang, lang isset her, oder? Es hat wirklich ettliche Jahre gedauert, bis ich den ganzen „Kauderwelsch Kölsch“ einigermaßen verstanden hatte. Ist auch nicht ganz einfach .. grins! Als der Song 1981 herauskam hab ich ständig verstanden „Ne schöne Jross an die die auf Elba sind“. Lach! Im selben Jahr fuhren wir mit ein paar Kumpels nach Italien/Elba .. war die Zeit als von Human League „Don´t you want me“ in allen Diskos rauf und runter gespielt wurde. War im Übrigen mein erster Urlaub ohne Eltern … und das mit 17 … war ne „supergeile Zick“ … “

Ach, ja … „Ne schöne Jrooß ahn all die, die unfählbar sinn!“ …

Einen schönen Gruß

An so einem Tag, wo mein Kühlschrank gegähnt hat,
meine „Depris“ (Depressionen) an mir klebten, zähflüssig, vollfett,
meine Brieftasche leer war und wo absolut nichts anlag.
Wo ich zum zigsten Mal die Nase von mir voll hatte,
trotzdem für alles eine Erklärung parat hatte,
doch nach drei, vier Bier schon an dem Punkt war,
wo mir nichts mehr etwas macht.
Dachte ich: Verdammt noch mal, die Grübel-Tour bringt es nicht,
die zieht dich herunter, die bringt dich runter wie sonst noch etwas,
die fuckt dich ab bis zu dem Punkt, wo überhaupt nichts mehr klappt.

Dann hängst du nur noch herum und zweifelst an dir,
und wirfst dir alles, was du finden kannst, vor,
bist sogar neidisch auf die Typen, die du sonst nur bedauerst.

Ref:
Einen schönen Gruß an all die, die unfehlbar sind,
von nichts eine Ahnung haben, die aber immerhin so tun als ob,
weil auf Fassaden, da stehen sie halt drauf.

Der Durchblickprofi aus dem Bausparverein,
rundum gebräunt, mit Frau und Pudel daheim;
mit seiner Einbauküche, die rustikal ist, aber dennoch modern;
mit seinem Ralley-Streifen Opel GT,
einer Stehplatz-Mitte-Jahreskarte vom FC;
der auf Charles Bronson zurechtgemachte,
akkurate Freizeit-Abziehbildheld,
der Nacht für Nacht bis zum Programmschluß im Sessel hängt,
der vierzehn Tage Benidorm paradiesisch findet,
zwei Jahre beim Bund war, weil ihm Männerkameradschaft gefällt.

Der freut sich jetzt schon auf seine Zukunft als Rentner,
auf den Balkon mit Liegestuhl, denn da pennt er
bis er die Löffel abgibt, die er selbst schon lange nicht mehr hat.

Die armen Säue hängen drin in Situationen,
die nur erklärbar sind durch Hirnamputationen.
Die haben sie nach und nach im Gleichschritt Richtung Schwachsinn geschickt.
Oh, lieber Orwell, Vierundachtzig ist nah,
es sind mittlerweile nur noch vier läppische Jahre.
Es läuft so ähnlich ab, nur unauffällig und viel raffinierter gemacht.
Der Trick, der funktioniert ganz zügig und reibungslos.
Etappenweise Entmündigung klappt famos.
Freiwillig eingemacht und stekum zum Verblöden gebracht.

Noch zu empfehlen wäre dem ganzen Komplott:
Schenkt jedem einzelnen doch einen Aufblasbar-Gott aus Venyl
– abwaschbar, exakte Maße, verbrauchergerecht, gefühlsecht!

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